Rohrkatze

Wissenschaftlicher Name:

Felis chaus

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Einige Infos

über Rohrkatze

KURZINFO

Die Rohrkatze (Felis chaus) wird auch als Sumpfluchs bezeichnet und ist eine relativ langbeinige und kurzschwänzige Katze, die in asiatischen Feuchtgebieten zu Hause ist.

 

Im Jahre 2008 hat die IUCN Rohrkatzen zwar als Gering Gefährdet eingestuft, in einigen Ländern ist der Populationstrend jedoch besorgniserregend rückläufig

 

Rohrkatzen sind Einzelgänger, die vorwiegend im Zwielicht aktiv sind. Sie jagen in den frühen Morgenstunden und Abends bis nach Anbruch der Dunkelheit. Tagsüber ruhen sie in der Regel, sind aber auch schon bei der Jagd beobachtet worden.[8] Sie sind nicht wasserscheu und können ausgezeichnet schwimmen.

Rohrkatzen ernähren sich vorwiegend von Beutetieren, die weniger als ein Kilogramm wiegen. Hauptsächlich Reste von Nagetieren und anderen kleinen Säugetieren wurden in Kot und Mageninhalt gefunden. Nach einer Studie im indischen Sariska Tiger Reservat fangen und fressen Rohrkatzen schätzungsweise 3–5 Nagetiere am Tag. Daneben sind Vögel ein wichtiger Bestandteil ihrer Nahrung.

 

Insbesondere im Winterhalbjahr, wenn sich zahlreiche Wasservögel an Flüssen und in Feuchtgebieten versammeln, stellen Vögel einen wesentlichen Teil ihres Beutespektrum dar. An der Westküste des Kaspischen Meeres ernähren Rohrkatzen sich von Ostschermäusen, Feldhasen, Erdhörnchen, Spitzmäusen, Ferkeln und Biberratten, Wasservögeln, deren Küken und Eier, Schildkröten, Schlangen, Eidechsen und Fisch

VERBREITUNG

Aussehen

Das Verbreitungsgebiet von Rohrkatzen erstreckt sich im Wesentlichen über den Orient, vom Delta des Nil in Ägypten, nach West- und Zentralasien, aber auch in Südasien, Sri Lanka und Südostasien. In Indien sind sie die am meisten vorkommenden Kleinkatzen.[3] Im Südwesten Asiens sind sie in Israel, im Süden Libanons, im Nordwesten Jordaniens, im Westen Syriens bis in die Türkei und den Westen Iraks beheimatet.[5] In Zentralasien leben sie im Kaukasus bis zu einer Höhe von 1.000 m, kommen um das Kaspische Meer, den Aralsee und damit verbundene Flusstäler herum vor, sowie im Iran bis nach Pakistan. In den Vorbergen des Himalaya leben sie bis zu einer Höhe von 2.400 m. In Südostasien sind sie bis in den Süden Chinas verbreitet, kommen aber auf der Malaiischen Halbinsel nicht südlich des Isthmus von Kra vor.[6] Über ihre Verbreitung in Indochina, insbesondere in Myanmar, ist wenig bekannt. Dort scheinen Rohrkatzen außer im Nordosten Kambodschas sehr selten zu sein, was darauf zurückgeführt wird, dass sie insbesondere in Laos und Thailand in wahllos ausgelegten Fallen und Schlingen gefangen werden.

 

Der äußerste Süden Russlands scheint die nördliche Verbreitungsgrenze von Rohrkatzen zu sein. Die durchschnittliche Temperatur im Januar beträgt dort 2 °C. An einzelnen Tagen ist es deutlich kälter, und auch leichter Schneefall ist möglich. In dieser Region verhungern und erfrieren viele Rohrkatzen, wenn es ungewöhnlich kalt ist und es länger anhaltend schneit.

Rohrkatzen haben ein beigefarbenes Fell ohne deutliche Zeichen oder Markierungen. Nur der etwa 30 cm lange Schwanz ist schwarz geringelt. Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt etwa 70 cm. Am Ende der Ohren befinden sich schwarze Büschel, die an einen Luchs erinnern; daher rührt die Bezeichnung Sumpfluchs.

 

Die Körpergröße von Rohrkatzen im Westen und Osten ihres Verbreitungsgebietes variiert beachtlich. Untersuchungen zeigten, dass aus Israel stammende männliche Rohrkatzen im Durchschnitt 10±1,4 kg wogen, und weibliche 7±1,73 kg. Aus Indien stammende männliche Rohrkatzen wogen 5,75±1,41 kg, und weibliche 4±1,97 kg.

 

Das Winterfell von Rohrkatzen ist nicht sehr dicht, und sie scheinen empfindlich gegenüber Temperaturen unterhalb des Gefrierpunkts zu sein. Aus Pakistan sind melanistische Rohrkatzen bekannt

 

Rohrkatzen überleben gut in Agrarlandschaften und künstlich angelegten Feuchtgebieten. Dennoch stellt die Zerstörung natürlicher Feuchtgebiete, insbesondere in trockenen Regionen, eine Bedrohung dar, da sie in natürlichen Feuchtbiotopen häufiger vorkommen.[6] In vielen Regionen sind Populationen kleiner geworden, da sie in der Nähe von besiedelten Gebieten in Fallen gefangen und vergiftet werden.

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