Ogilby Bürstenschwanz Rattenkänguru

Wissenschaftlicher Name:

Potoroidae

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über Ogilby Bürstenschwanz Rattenkänguru

KURZINFO

Die Rattenkängurus (Potoroidae) (nicht zu verwechseln mit den Kängururatten) sind eine Familie aus der Ordnung der Diprotodontia. Sie sind eng mit den eigentlichen Kängurus verwandt und wurden früher als eine Unterfamilie dieser Gruppe betrachtet. Jedoch unterscheiden sie sich in einigen Aspekten (vor allem in der Ernährung) erheblich von diesen. Die Familie umfasst zehn Arten, von denen zwei bereits ausgestorben sind.

 

Rattenkängurus haben stärker unter der Ankunft der Europäer in Australien gelitten als andere Beuteltiere. Die Umwandlung ihres Lebensraumes in Weideland für Schafe und Rinder und die Nachstellung durch eingeschleppte Räuber wie Füchse und Katzen haben viele Arten stark dezimiert. Zwei Arten sind unwiederbringlich verloren, einige weitere bedroht.

 

 

Rattenkängurus sind nachtaktiv und bewohnen lichte Wälder oder zumindest baumbestandene Gebiete. Sie verbringen die Ruhephasen in Nestern, diese bauen sie aus Gräsern und Zweigen in hohlen Baumstämmen oder unter überhängenden Ästen, wobei sie das Baumaterial mit ihrem zusammengerollten Schwanz transportieren. Manchmal beziehen sie auch verlassene Erdbaue anderer Tierarten. Rattenkängurus sind generell Einzelgänger, manchmal finden sie sich in kleinen Gruppen zusammen, diese sind jedoch unstrukturiert und kurzlebig.

 

Wie die eigentlichen Kängurus kennen auch sie zwei Fortbewegungsarten: bei niedriger Geschwindigkeit (zum Beispiel bei der Nahrungssuche) benutzen sie alle vier Gliedmaßen, wenn sie schnell sein müssen (zum Beispiel auf der Flucht) hüpfen sie nur mit ihren kräftigen Hinterbeinen.

VERBREITUNG

Aussehen

Rattenkängurus zählen zu den typischen Vertretern der Fauna Australiens. Früher waren Rattenkängurus über fast ganz Australien verbreitet. In großen Teilen ihres ursprünglichen Lebensraumes wurden sie jedoch ausgerottet, sodass sie nur mehr in vereinzelten, oft getrennten Gebieten vorkommen.

 

Bei der Ernährung gibt es die größten Unterschiede zu den eigentlichen Kängurus: Rattenkängurus sind Allesfresser, auf ihrem Speiseplan stehen Pilze, Knollen, Samen, aber auch Insekten, deren Larven und Würmer. Grüne Pflanzen nehmen sie kaum zu sich, dementsprechend einfach gebaut sind ihre Mägen. Rattenkängurus benötigen kaum bis gar kein Wasser; die notwendige Flüssigkeit beziehen sie aus der Nahrung.

Rattenkängurus ähneln in ihrem Körperbau den eigentlichen Kängurus. Wie diese haben sie große Hinterbeine und kleine Vorderbeine, jedoch ist der Größenunterschied meist geringer als bei ihren Verwandten.

 

Die Fellfarbe variiert je nach Lebensraum von gelblich-sandfarben über grau bis braun. Sie erreichen eine Kopfrumpflänge von 20 bis 52 cm, der Schwanz ist 25 bis 40 cm lang. Das Gewicht beträgt 0,5 kg bei der kleinsten Art bis zu 3 kg beim Roten Rattenkänguru.

 

 

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