Mikroschwein

Wissenschaftlicher Name:

Minnischwein

MEHR INFOS

Einige Infos

über Mikroschwein

KURZINFO

Als Minischweine bezeichnet man kleinwüchsige Hausschweine. Neben vielen originären Minischweinrassen bestimmter Regionen werden unter dem Begriff Minischwein vor allem Rassen und Linien zusammengefasst.

 

Die Heimtierhaltung von Minischweinen begann vor einigen Jahren in Amerika und verbreitet sich zunehmend auch in Europa. Problematisch ist dabei, dass diese Tiere trotz ihrer geringen Größe und der Bindung an den Menschen gesetzlich im Nutztierstatus stehen und sämtlichen Bestimmungen unterliegen, die für die Landwirtschaft gelten. Das beinhaltet entsprechende Vorschriften bei der Einzäunung des Geländes, der Fütterung, der Meldung bei behördlichen Institutionen sowie staatlich angeordnete Keulungen im Seuchenfall.

 

 

Bei früher Gewöhnung kein Problem: Hund und Göttinger Minischwein. Grundsätzlich sollte keine reine Wohnungshaltung erfolgen. Das Minischwein hat ähnliche Bedürfnisse wie ein normales, großes Schwein. Deshalb benötigen sie einen Auslauf, der mindestens 100 m² pro Schwein misst. So ist eine trockene Stallung im Außenbereich ebenso wichtig wie Stroh und eine Weide bzw. ein Garten. Minischweine sind – wie alle Schweine – soziale Tiere und brauchen die Nähe zu Artgenossen.

 

Auch das Zusammenleben mit Hunden, Katzen oder anderen Haustieren ist in der Regel möglich, wenn man sie früh genug mit ihnen in Kontakt bringt. Ihre wildlebenden Artverwandten, die Wildschweine, leben in familiären Gruppen, den sogenannten Rotten, in denen eine feste Rangordnung herrscht. Bei der Haustierhaltung ist deshalb darauf zu achten, den Schweinen zu zeigen, dass man sozusagen der Rangerste, also der Rottenführer ist.

 

Um die Schweine zu beschäftigen, empfiehlt sich das sogenannte Klickertraining. Hierbei wird, wenn man dem Schwein beispielsweise beibringen möchte, einen Ball zu kullern, jede richtige Handlung des Schweines mit einem Klick, der mit Hilfe eines Klickers erzeugt wird, und einem anschließenden Leckerli belohnt. Wenn es dann den Ball berührt hat, bekommt es ein paar mehr Leckerlis als zuvor.

Bereits im griechischen Altertum hat sich der Mensch die physiologischen und anatomischen Ähnlichkeiten zwischen Schwein und Mensch zu Nutze gemacht, um bestimmte humanmedizinische Zusammenhänge zu erforschen. Kleine Schweinerassen entstanden allerdings erst wesentlich später. Eine der ersten Rassen ist das Minnesota-Minischwein, welches in den 1940er Jahren in den USA entwickelt wurde.[1] Nach ihm folgten viele andere.

 

Das Ziel aller Züchter war es, ein handliches Versuchstier zu züchten, welches auf Grund der anatomischen Ähnlichkeiten zum Menschen mit anderen Versuchstieren der großen Gruppe der Nicht-Nager konkurrenzfähig ist.

 

Die Vorteile gegenüber großen Schweinen sind der geringere Platzbedarf, die bessere Handhabung während der Versuche, geringere Futterkosten und vor allem niedrigere Versuchskosten, da bei der Entwicklung neuer Medikamente die Dosierung nach dem Körpergewicht erfolgt.

VERBREITUNG

Ernährung

Grundsätzlich stammen alle domestizierten Schweine, also auch die Minischweine, vom Europäischen oder Asiatischen Wildschwein ab.[2] Minischweine werden etwa 65 kg schwer und 12 bis 15 Jahre alt. Größe und Körpergewicht sind von Rasse zu Rasse unterschiedlich.

Minischweine sind wie alle ihre Artgenossen grundsätzlich Allesfresser. Das Füttern von Fleisch und Küchenresten ist jedoch aufgrund der Gefahr einer Seuchenübertragung gesetzlich verboten.

 

Schweine sind immer hungrig, weshalb eine ausgewogene Futtermenge wichtig ist. Eine tägliche Futtermenge von ein bis zwei Prozent des Körpergewichtes ist ausreichend. Mastfutter, wie es bei der Schweinemast verwendet wird, ist dafür ungeeignet. Stattdessen bieten sich viel Obst und Gemüse sowie Bruchmais, Weizenkleie, Joghurt, Milch, Karottenpellets und spezielle Futtermischungen extra für Minischweine an. Grundsätzlich brauchen Minischweine auch Gras oder Heu. Eine Form der Belohnung stellen Rosinen, Käse und Rührei dar. Aufgrund des hohen Zuckergehalts sollten Rosinen allerdings nur selten gegeben werden. Wichtig ist zudem eine abwechslungsreiche Ernährung.

 

Jungschweine erhalten am besten Ferkelkorn. Ferkelstarter, ein in der Landwirtschaft verwendetes spezielles Kraftfutter für Ferkel, die bereits nach 24 Tagen von der Muttermilch abgesetzt werden, ist für Minischweinferkel nicht geeignet.

zurück

Alle Tiere im Überblick

SCHNELLÜBERSICHT:

Startseite / Klick durch den Park / Zoo Besuch / Aktuelles / Unser Zoo / Tier / Erlebnisse / Helfen / Kontakt