Karakal

Wissenschaftlicher Name:

Caracal caracal

MEHR INFOS

Einige Infos

über Karakal

KURZINFO

Der Karakal (Caracal caracal) ist eine afroasiatische, mittelgroße Katze aus der Gattung Caracal. Der Name bezieht sich auf die Schwarzfärbung der Ohren (türkisch karakulak bedeutet „Schwarzohr“). Wegen seiner Ähnlichkeit mit den Luchsen wird er manchmal auch als Wüstenluchs bezeichnet.

 

Der Karakal wurde ursprünglich als Verwandter der Luchse eingeordnet, bereits frühe Untersuchungen wiesen jedoch darauf hin, dass er der Gattung Felis näher steht, zu der auch die Wildkatze gehört. Aktuelle Untersuchungen der DNS-Sequenz belegen, dass er am engsten mit der Afrikanischen Goldkatze (C. aurata, Syn.: Profelis aurata) verwandt ist

 

In Teilen des Verbreitungsgebietes des Karakals leben auch Löwen, Leoparden und Hyänen. Diese deutlich schwereren Raubtiere schlagen gelegentlich auch Karakale.

 

Schakale kommen gleichfalls in zahlreichen Lebensräumen des Karakals vor und scheinen die erfolgreicheren Jäger zu sein. In Regionen Südafrikas und Israels, in denen man gezielt Schakale abschoss, nahm die Zahl an Beutetieren und auch die der Karakale deutlich zu.

Karakale jagen überwiegend während der Nacht, in Regionen, in denen sie ungestört leben, kann man sie jedoch auch während des Tages bei der Jagd beobachten. Vom Menschen aufgescheuchte Karakale suchen gewöhnlich Deckung: In offenem Gelände legen sie sich flach auf den Boden und bleiben dort bewegungslos liegen. Auf Grund ihrer Fellfärbung sind sie dann kaum auszumachen.[9]

 

Die Jagd erfolgt nach Katzenart durch Auflauern oder Anschleichen mit abschließendem Anspringen, beziehungsweise einem Kurzspurt von meist unter fünf Metern. Bei diesen Kurzsprints ist der Karakal schneller als die meisten gleich großen Katzen. Die Hinterbeine, deren Länge die der Vorderbeine übertrifft, begünstigen dabei ein schnelles Zusprinten auf die Beute. Große Jagdbeute wie Antilopen und Ducker wird durch einen gezielten Biss in die Kehle erstickt. Kleine Beute wie Hasen und Mäuse werden gewöhnlich mit einem Nackenbiss getötet. Bei der Jagd auf Vögel nutzen Karakale ihre Beweglichkeit und Sprungkraft, indem sie hinter auffliegenden Vögeln herspringen und sie mit den Pfoten greifen.

VERBREITUNG

Aussehen

Das Verbreitungsgebiet des Karakals erstreckt sich über weite Teile Afrikas, wo er nur in den feuchten zentralafrikanischen Waldgebieten und der Zentralsahara fehlt, sowie Südwestasien von der Arabischen Halbinsel über die Türkei und Iran bis zum Aralsee und Nordwestindien. Weite Teile des Verbreitungsgebietes weisen nur einen geringen Bestand an Karakalen aus und in einigen Regionen gilt er auch als ausgesprochen selten. Er ist dagegen zahlreich in der südafrikanischen Kapprovinz vertreten.[4]

 

 

Verbreitungsgebiete des Karakals

Der Lebensraum des Karakals sind trockene Habitate wie Halbwüsten, Steppen und Trockenwälder. Reine Sandwüsten sind dagegen nicht sein Habitat. Karakale bevorzugen grundsätzlich offeneres Gelände als die meisten anderen Katzen, bevorzugen aber Gelände, das ihnen durch Bäume, Büsche oder Felsen Deckung bietet. In Niger besiedeln sie beispielsweise semiaride Regionen rund um die Gebirgsmassive. In Israel kommen sie überwiegend in hügeligem Grasland vor, das locker mit Akazien bestanden ist. In Turkmenistan leben sie auch in den weiträumigen Schilfdickichten entlang großer Flüsse.[5]

 

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Karakals deckte sich weitgehend mit dem des Geparden und in diesem Verbreitungsgebiet kamen ursprünglich mehrere Arten von 15 bis 30 Kilogramm schweren Gazellen vor.[6] Zu den Gazellen, die im Verbreitungsgebiet des Karakals vorkamen, zählen unter anderem Hirschziegenantilopen, Indische Gazellen, Kropfgazellen und Dorkasgazellen. Die Bestände dieser Gazelle sind in den letzten hundert Jahren stark zurückgegangen. Der Karakal schlägt daher heute überwiegend Hasen und Schliefer sowie teilweise auch Hausziegen und Hausschafe.

Der Karakal ist von luchsartiger Gestalt; insbesondere seine zugespitzten Ohren sind groß und schwarz gepinselt, allerdings sind die Pinsel im Verhältnis zur Körpergröße länger als die eines Luchses. Die hinten schwärzlichen Ohren sind mit Weiß durchsetzt. Ähnlich wie beim Luchs sind die Vorderbeine kürzer als die Hinterbeine, allerdings ist dies nicht so ausgeprägt wie bei dieser Art.[2] Der für den Luchs typische Backenbart fehlt ihm, er hat auch nicht den luchstypischen Stummelschwanz. Die schwarzweiße Gesichtszeichnung fällt um Maul und Augen auf. Sein Fell ist je nach Region von ockergelber, grauer oder weinroter Farbe. Die helle Bauchseite ist leicht gefleckt.

 

Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt im Schnitt 65 Zentimeter, hinzu kommen 30 Zentimeter Schwanz, die Schulterhöhe beträgt 45 Zentimeter und das Gewicht der Kater beträgt 13 bis 18 Kilogramm, während die Weibchen kleiner und leichter sind. Das Lautrepertoire ist katzentypisch und umfasst Miauen, Fauchen und Schnurren.

zurück

Alle Tiere im Überblick

SCHNELLÜBERSICHT:

Startseite / Klick durch den Park / Zoo Besuch / Aktuelles / Unser Zoo / Tier / Erlebnisse / Helfen / Kontakt