Japanmakake

Wissenschaftlicher Name:

Macaca fuscata

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über Japanmakake

KURZINFO

Der Japanmakak, Schneeaffe oder Rotgesichtsmakake (Macaca fuscata) ist eine Primatenart aus der Gattung der Makaken (Macaca) innerhalb der Familie der Meerkatzenverwandten (Cercopithecidae). Er lebt in Japan und hat von allen Primaten (mit Ausnahme des Menschen) das nördlichste Verbreitungsgebiet.

 

Japanmakaken sind wie alle Altweltaffen tagaktiv. Die Aktivität ist jedoch auch vom Lebensraum und der Jahreszeit abhängig. Im Winter sind sie generell weniger aktiv, auch die Länge der täglichen Streifzüge nimmt deutlich ab. So legen sie im Norden des Verbreitungsgebietes im Winter nur rund 0,5 Kilometer täglich zurück. Im Süden legen sie im Sommer jeden Tag durchschnittlich 2 Kilometer und im Winter 1,2 Kilometer zurück.

Diese Primaten sind semi-terrestrisch, das heißt, sie halten sich sowohl auf den Bäumen als auch am Boden auf. Generell sind Weibchen häufiger auf Bäumen und Männchen häufiger am Boden zu finden. Sie bewegen sich meist quadruped (auf allen vieren) fort. Auf den Bäumen können sie Distanzen auch springend zurücklegen, suspensorisch (mit den Armen an Ästen hängend) bewegen sie sich jedoch nicht fort.

 

Zur Nachtruhe ziehen sie sich eher auf Bäume zurück, manchmal schlafen sie jedoch auch am Boden, etwa auf flachen Felsen und umgestürzten Baumstämmen. Insbesondere im Winter kuscheln sie sich beim Schlafen gruppenweise am Boden zusammen, je tiefer die Temperatur, desto größer die Gruppe. Sie können sehr gut schwimmen und dabei Distanzen von 0,5 Kilometern zurücklegen. Im Winter suchen sie in kühleren Regionen gerne heiße Quellen auf, die im vulkanreichen Japan recht häufig sind. Um ihre Körpertemperatur zu regulieren, halten sie sich manchmal stundenlang in diesen warmen Gewässern auf.

VERBREITUNG

Aussehen

Japanmakaken sind auf drei der vier japanischen Hauptinseln – Honshū, Shikoku und Kyūshū – beheimatet. Auf der nördlichsten Insel Hokkaidō fehlen sie, der nördlichste Punkt ihres Vorkommens ist die Shimokita-Halbinsel im Norden Honshūs. Neben den Hauptinseln sind sie auch auf etlichen vorgelagerten Inseln zu finden. Südlichster Punkt ihres Vorkommens ist die Insel Yakushima, die hier lebende Population gilt als eigene Unterart (Macaca fuscata yakui). Eine kleine, verwilderte Population lebt darüber hinaus in der Nähe der texanischen Stadt Laredo.

 

Diese Primaten leben in Wäldern, finden sich aber in unterschiedlichsten Waldtypen. Im Süden sind sie in subtropischen Wäldern zu finden, im Norden auch in gebirgigen Wäldern. Hier leben sie auch in äußerst kühlem Klima, es kann mehrere Monate im Jahr meterhoch Schnee liegen. Vor allem wegen der dichten Besiedlung Japans sind sie selten im Tiefland zu finden. Die höchsten bekannten Vorkommen liegen auf 3180 Meter.

Japanmakaken erreichen eine Kopfrumpflänge von 52 bis 57 Zentimetern, der Schwanz ist ein kurzer Stummel mit 8 bis 9 Zentimetern Länge. Männchen sind mit durchschnittlich 11,3 Kilogramm deutlich schwerer als Weibchen, die 8,4 Kilogramm auf die Waage bringen.

 

Daneben gibt es auch eine Korrelation zwischen Klima und Gewicht: Tiere in den nördlichen, kühleren Regionen sind schwerer. Die Fellfärbung variiert von gelblich braun bis dunkelbraun, in den kühleren Monaten kann das Fell ausgesprochen dicht und lang werden. Auffällig ist das unbehaarte, rosa oder rötlich gefärbte Gesicht.

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