Geierrabe

Wissenschaftlicher Name:

Corvus albicollis

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über Geierrabe

KURZINFO

Der Geierrabe (Corvus albicollis) ist eine Singvogelart aus der Familie der Rabenvögel (Corvidae). Der überwiegend schwarze Vogel mit weißem Nacken ist ein großer Vertreter der Raben und Krähen (Corvus) und bewohnt Bergland und Steilküsten im östlichen und südlichen Afrika. Seine Nahrung besteht aus einer Vielzahl verschiedener Insekten und Kleinwirbeltiere sowie aus Aas, menschlichen Abfällen und Früchten. Geierraben leben in der Regel paarweise und bleiben dann das ganze Leben zusammen, können sich aber auch zu größeren Schwärmen mit Artgenossen und anderen Krähen zusammenfinden.

 

Der Geierrabe ist überwiegend ein Felsenbrüter, baut allerdings gelegentlich auch Nester in Bäumen. Seine Brutzeit beginnt in der Regel zwischen August und November, der Brutbeginn variiert jedoch regional. Die Küken schlüpfen nach 19 bis 26 Tagen und werden nach weiteren 21 bis 28 Tagen flügge. Der nächste Verwandte des Geierraben ist der Erzrabe (Corvus crassirostris) aus dem äthiopischen Hochland, der ihm in Gefieder, Körperbau und Habitatwahl stark ähnelt, aber noch größer wird. Im Großteil seines Verbreitungsgebiets gilt er als eher seltener Vogel, in einzelnen Regionen geht sein Bestand zurück.

Der Geierrabe kreist meist mit langsamen, flachen Flügelschlägen. Er ist darüber hinaus aber auch zu schnellen und wendigen Flugmanövern imstande. [4] So zeigen vor allem Paare taumelnde Sturzflüge oder Rollen oder werfen sich im Flug Stöcke zu. Dabei erzeugen die Flügel weit hörbare, sirrende und rauschende Töne. Von anderen Raben und Krähen in seinem Verbreitungsgebiet unterscheidet sich der Geierrabe vor allem durch seinen kräftigen Schnabel, die breiten Flügel und den verhältnismäßig kurzen Schwanz. Am Boden bewegt sich der Geierrabe sowohl hüpfend als auch schreitend fort. Sein Gang ist aufrecht, weit ausschreitend und stolzierend. [2]

 

Der Geierrabe bewohnt vorwiegend bergige und felsige Landschaften, die entweder offen sind oder nur einen spärlichen Baumbestand aufweisen, wie etwa Klippen, Steilhänge oder Geröllfelder. Dennoch wird, von geschlossenem Wald abgesehen, auch eine breite Palette anderer Habitate genutzt: Grasland, Seeufer, Weideland oder auch stark anthropogene Lebensräume wie Dörfer, Gärten und Parks sind keine ungewöhnlichen Lebensräume für den Geierraben, sofern dort ausreichend Futterquellen und Brutmöglichkeiten bereitstehen. Er ist jedoch ein weniger ausgeprägter Kulturfolger als der sympatrische Schildrabe (Corvus albus).[2]

VERBREITUNG

Aussehen

Das Verbreitungsgebiet des Geierraben zieht sich von der Region des Victoriasees und der umgebenden Gebirge nach Süden entlang der Bergketten im südostafrikanischen Hinterland bis in die Kapregion.

 

Im äußeren Ostkongo sowie im Westen Burundis, Ruandas, Tansanias und Ugandas deckt sich das Verbreitungsgebiet weitgehend mit dem Zentralafrikanischen Graben. In Uganda reicht es bis ans Nordufer des Victoriasees und schlägt von dort einen Bogen zum Mount-Kenya- und Kilimandscharo-Massiv. Von dort aus folgt es dem Ostafrikanischen Graben südwärts bis zur Nordhälfte des Malawisees und den benachbarten Gebirgen. In Nordosttansania erreicht es die Küste des Indischen Ozeans, in der Region südlich des Victoriasees fehlt der Geierrabe hingegen weitgehend, es bestehen nur vereinzelte, inselartige Vorkommen.[6]

Der Geierrabe ist mit 50–56 cm Körperlänge ein sehr großer und stämmiger Rabe, der vor allem an seinem kräftigen, gebogenen Schnabel und dem weißen Kragen im sonst braun-schwarzen Gefieder zu erkennen ist. Männchen der Art werden geringfügig größer als Weibchen, hinsichtlich der Gefiederzeichnung existiert dagegen kein Sexualdimorphismus.

 

Männliche Geierraben haben eine Flügellänge von 357–434 mm sowie eine Schwanzlänge von 170–194 mm. Ihr Schnabel wird 65–70 mm lang, während der Laufknochen 74–80 mm misst. Die Flügellänge des Weibchens liegt bei 358–420 mm, sein Schwanz hat eine Länge von 148–182 mm. Der Schnabel ist 62–67 mm lang, der Laufknochen misst 70–77 mm. Bei beiden Geschlechtern misst der Schnabel zwischen 30 und 35 mm in der Tiefe und besitzt einen hohen, gekrümmten Schnabelfirst. [2]

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