Blaustirnamazone

Wissenschaftlicher Name:

Amazona aestiva

MEHR INFOS

Einige Infos

über Blaustirnamazone

KURZINFO

Die Blaustirnamazone (Amazona aestiva), gelegentlich auch Rotbug-, Gelbbug- oder Gelbflügelamazone genannt, ist eine Art aus der Gattung der Amazonenpapageien. Als Blaustirnamazone wird gelegentlich auch die ebenfalls zu den Amazonenpapageien gehörende Amazona versicolor bezeichnet. Für diese Art hat sich im deutschsprachigen Raum allerdings die Bezeichnung Blaumaskenamazone durchgesetzt.

 

Die Blaustirnamazone gehört neben dem Graupapagei zu den am häufigsten in Gefangenschaft gehaltenen Papageienarten. Ähnlich wie der Graupapagei ist sie in der Lage, die menschliche Sprache nachzuahmen, was zu ihrer Beliebtheit als Ziervogel wesentlich beigetragen hat.

 

Ähnlich wie der Graupapagei gehört die Blaustirnamazone zu den häufiger gehaltenen Ziervögeln. Ein Reiz der Haltung besteht darin, dass Blaustirnamazonen in der Lage sind, Laute zu imitieren. Etwa indem sie ein „Herein“ rufen, wenn es an der Tür klopft oder einen Namen rufen, wenn das Telefon klingelt. Situationsbezogenes Sprechverhalten kommt bei dieser Art vor. Blaustirnamazonen können menschliche Worte und Töne ihrer Umgebung – etwa ein Handyklingeln – nachahmen.

Blaustirnamazone sind in den frühen Morgen- und den späten Nachmittagsstunden am aktivsten. Dazwischen liegt eine mehrstündige Ruhe- und Schlafphase. Sie hocken dann mit leicht aufgeplustertem Gefieder auf einem der Äste; ein Bein ist angezogen und im Gefieder versteckt. Das zweite Bein ist so ausgerichtet, dass sich der Greiffuß in der Mitte der Körperlängsachse befindet. In der Ruhehaltung ist der Kopf nur gelegentlich um etwa 180 Grad nach hinten gedreht und im Gefieder versteckt, beim Schlafen ist dies grundsätzlich so. Ruhende Vögel haben zwar die Augen häufig geschlossen, reagieren aber auf akustische Reize in ihrem Umfeld, in dem sie regelmäßig die Augen öffnen. Schlafende Vögel schließen ihre Augen über einen längeren Zeitraum.

 

Ruhephasen beenden die Vögel mit Streckbewegungen, bei denen sie ihre Flügel auffächern oder jeweils ein einzelnes Bein nach hinten wegspreizen. Dem folgt häufig ein Putzen des Gefieders, bei der die Blaustirnamazone Federn durch den Schnabel zieht und mit Hilfe der Zunge säubert ("Komfortverhalten"). Blaustirnamazonen können alle Federn ihres Federnkleides erreichen und so säubern. Eine Ausnahme stellt lediglich das Kopfgefieder dar. Die gegenseitige Pflege des Kopfgefieders ist ein Teil der Paarbindung und des Sozialverhaltens der Blaustirnamazone.

VERBREITUNG

Aussehen

Blaustirnamazonen haben in Südamerika ein sehr großes Verbreitungsgebiet, das in seiner Längsausdehnung mehr als 3000 Kilometer umfasst. Es erstreckt sich von Bolivien und Brasilien bis nach Paraguay und dem nördlichen Argentinien.

 

Akzeptiert man eine Unterscheidung in zwei Unterarten, dann ist die Nominatform Amazona aestiva aestiva in einem Gebiet zu finden, das sich im östlichen Brasilien von Piauí bis zum Rio Grande de Sul und dem Südosten des Mato Grosso erstreckt. Die Art fehlt dagegen im Küstenbereich Brasiliens.

 

Amazona aestiva xanthopteryx dagegen erstreckt sich vom Norden und Osten Boliviens und dem Südwesten des Mato Grosso und Paraguay bis in den Norden Argentiniens. Santa Fé und Buenos Aires stellen dabei die südliche Verbreitungsgrenze dar [3].

 

Es liegen keine Bestandszahlen für die Blaustirnamazone vor. Sie gilt im überwiegenden Teil ihres Verbreitungsgebietes immer noch als häufig, und von der IUCN wird sie immer noch „Least Concern“ und damit als ungefährdet eingeordnet.

Sowohl in der freien Wildbahn als auch bei in Gefangenschaft gehaltenen Blaustirnamazonen ist eine große Variabilität hinsichtlich Körpergröße und Gewicht festzustellen. Individuen wiegen zwischen 400 und 660 Gramm, die Körperlänge beträgt zwischen 33 und 36 Zentimeter. Weibchen und Männchen sind an ihrem Federkleid nicht zu unterscheiden, Weibchen sind tendenziell aber etwas kleiner. Die Länge des kräftigen grauen Schnabels variiert zwischen 2.9 und 3.3 Zentimeter. Der Schwanz ist zwischen 11 und 14 Zentimeter lang, die Flügelspannweite beträgt etwa 22–24 cm.

 

Wie bei allen Vertretern der Amazonaspapageien ist die Grundgefiederfärbung grün. Während die meisten Arten dieser Gattung eine charakteristische Gefiederfärbung aufweisen, ist bei der Blaustirnamazone die Färbung am Kopf-, Brust- und Flügelbuggefieder sehr variabel. Die meisten Vertreter der Blaustirnamazone haben eine blaue Stirn. Der Vorderkopf, häufig auch der Hinterkopf sowie die Wangen sind gelb gefiedert. Bei einigen Individuen dehnen sich die gelben Federn auch auf die Kehlpartie aus.

 

Die Ober- und die Unterschwanzdecken sind gelblich grün, der grüne Schwanz weist an seinem Ende gelbe Spitzen auf. Die äußeren Schwanzfedern sind an der Basis rot. Die Handschwingendecken dagegen weisen eine dunkelgrüne Färbung auf und sind an ihren Spitzen blauviolett. Die Füße der Blaustirnamazone ist ebenso wie der kräftige Schnabel von grauer Farbe, die Iris ist dagegen orange. Der Augenring ist weiß.

 

Noch nicht ausgewachsene Vögel lassen sich am einfachsten an der dunkelbraunen Iris erkennen. Ansonsten ist auch bei ihnen die Färbung sehr variabel. Generell sind die gelben und blauen Farbpartien bei Jungvögeln weniger ausgedehnt als bei adulten.

zurück

Alle Tiere im Überblick

SCHNELLÜBERSICHT:

Startseite / Klick durch den Park / Zoo Besuch / Aktuelles / Unser Zoo / Tier / Erlebnisse / Helfen / Kontakt